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Ballonfahren - ein romantisches Abenteuer
Warum gerade dieser Sport, der sich erst in den letzten zwanzig Jahren zu solcher Blüte entwickelt hat? Warum diese bunten Kugeln, aufgeblasen und wichtig, bis die Luft wieder entwichen ist? Dann still und klein, in einen Sack gestopft und zugebunden, als hätte man Furcht, sie könnten sich selbst befreien, mit Luft füllen und am Himmel verschwinden.
Ventilatoren blasen lärmend Luft in die bunten Hüllen, dann beginnen sie zu wogen, wie Wellen im Ozean. Traumgespinsten gleich erheben sie sich vom Boden, wiegen sich im Wind, pressen sich aneinander, als suchten sie Schutz, um dann einzeln oder miteinander die Erde zu verlassen. Während sie wachsen, werden die Menschen immer kleiner, erinnern an emsige Ameisen in ihrem Bemühen, die Flammen in die Ballon-Kathedralen schlagen zu lassen, ohne die Hüllen zu beschädigen.
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ein romantisches Abenteuer 




Wen fasziniert es nicht, wenn sie langsam über unsere Köpfe dahingleiten, hoch über der Erde schweben? Farbenfroh und formenreich verschönern sie unseren Himmelsraum.
Bevor man ihnen Luft einhaucht, wenn sie noch auf der Erde liegen, sehen sie hilflos aus, unnütz, wie hingeworfen.
Den Kräften der Natur fast völlig ausgeliefert zu sein, sie zu fürchten
und zu respektieren, sich immer wieder bewußt zu werden, sie nie völlig
zu beherrschen, heißt Besinnung auf längst vergessene elementare
Urgewalten. Diesem Zauber, diesem Bann kann auch ich mich nicht
entziehen - und weshalb auch? Was wäre das Leben ohne die Träume?


